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Sommeranlass 2026

vom Dienstag, 25. August 2026
Besichtigung Typorama Bischofszell
mit Checkübergabe an die Gassenküche in Frauenfeld

Zum TGF-Sommeranlass besammelten sich 40 Frauen und 2 Männer aus 13 Sektionen vor dem Typorama – Museum für Satz und Druck. Welch ein Glück für alle die dabei waren. Wir wurden von kundigen, sehr engagierten Männern durch die imposante Sammlung von teils sehr betagten Druckmaschinen geführt. Sie erzählten, wer sie erfunden hatte, wie sie entstanden und weiterentwickelt, Arbeitsabläufe verbessert und erstaunliche Details hinzugefügt wurden, wodurch die Maschinen „handlicher“ bedient werden konnten. Auch an den Unfallschutz wurde gedacht, damit sich die Arbeiter nicht verletzen konnten. Und wir denken, wir müssen alles neu erfinden. Nein liebe Leser, Generationen vor uns wusste man schon Dinge, von denen wir keine Ahnung mehr haben.
Wir erfuhren auch wie Frauen sich zeitweise in diesen Berufszweig einbrachten und dann von Männern wieder herausgedrängt wurden, weil sie Angst hatten, ihre Berufsehre zu verlieren. Aber die Frauen hatten da schon ihren Fuss in der Türe und sicherten sich einen Teil vom Kuchen bis in unsere Zeit. Man könnte jetzt noch sehr ins kleinste Detail gehen, aber leider wird das hier kein Roman. Nur noch so viel zum Typorama: Es werden noch interessierte, kompetente Freiwilligen-Mitarbeiter gesucht, die sich um die Instandsetzung, Renovation und Bedienung der Oldtimer kümmern wollen. Es wird nämlich tatsächlich noch auf diesen Maschinen gearbeitet und es werden Aufträge auf hohem Niveau ausgeführt.
Nach der Führung begab sich die Gruppe hinüber zum Kompass, wo ein Apéro riche unsere Anwesenheit würdigte. Die dortigen Mitarbeiter richteten uns ein vorzügliches Buffet mit feinen Häppchen, salzig und süss – es war wunderbar. Bernadette Glesti bedankte sich bei Doris Gremminger und Charlotte Voegelin für die Planung des Anlasses bzw. der Bereitstellung des Apéros und ging zur Jahresaufgabe 2025/2026 des TGF, Gassenküche Frauenfeld über.
2010 eröffnete Sandra Kern die Gassenküche mit 6 Mitarbeitern und Spätzliauflauf mit Käse und Speck. Heute wird jeden Mittwoch von 11.30 bis 13.00 h in der Gassenküche ein Vier-Gänge-Menü für nur CHF 3 serviert. Um die Gemeinschaft geniessen zu können und dabei einen Kaffee zu trinken ist die Gassenküche an der Grabenstrasse 12 für Bedürftige bereits ab 9.30 h geöffnet. Die Frauenvereine des Kantons Thurgau sammelten grossartige CHF 21’500 für die Gassenküche, welche das Geld mit Sicherheit mit Herz und Verstand verwenden wird. Sandra Kern freute sich ungemein über diesen grossen Batzen und bedankte sich sichtlich gerührt ob so viel Engegagement für ihr soziales Projekt.
Wie gewohnt wurde danach noch viel diskutiert, gelacht und erzählt, bis sich die Gruppe gegen 21.30 h auflöste und alle guten Mutes nachhause reisten. Es ist einfach schön, sich mit grosszügigen, grossherzigen und engagierten Menschen zu treffen. Danke an alle, die sich daran beteiligten, diesen Anlass zu einem Highlight 2026 zu verwandeln.

Andrea Ueltsch

Bildergalerie Sommertagung 2026

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ERFA-Treffen 2026

Thema: „Frisch – motiviert – gemeinnützig“
vom Dienstag, 21. April 2026
Evang. Kirchgemeindehaus in Weinfelden

Am 21. April 2026 lud der TGF zum ERFA-Treffen ins Evangelische Kirchgemeindehaus nach Weinfelden zum Thema „Frisch – motiviert – gemeinnützig“. Genau 51 Personen folgten der Einladung und wollten näheres darüber wissen, wie man Nachwuchs für die gemeinnützigen Vereine finden kann.Zur Begrüssung gab es etwas Verpflegung mit Getränken, Kaffee und Süssem wie Würzigem. In der Aufwärmzeit entwickelten sich auch gleich viele Gespräche, teils schon themengebunden, was wird das Treffen bringen, haben Gemeinnützige Vereine überhaupt noch Bestand in unserer Gesellschaft, oder gehen wir gemeinsam unter.
Um 18.00 Uhr begrüsste die Präsidentin des TGF Bernadette Glesti die Anwesenden und stellte die Referentin Frau Prof. Dr. Christina Aus der Au, Präsidentin des Evangelischen Kirchenrates des Kantons Thurgau, vor. Diese sprach zuerst allgemein darüber, dass die Zukunft Begeisterung benötige, um die junge Generation für „unsere Sache“ zu gewinnen. Dies tat sie mit viel Herzblut und positiver Energie, lobte die jungen Menschen für ihr Engagement, wenn dieses auch anders aussieht, als sich das ältere Mitbürger vorstellen. Junge Menschen sind energiegeladen und stehen für ihre Überzeugungen ein. Nur muss man sie eben zuerst überzeugen, bei ihnen die Lust am Wirken wecken, damit sie mehr davon haben möchten. Der Einsatz muss etwas hergeben; nicht Geld und Ruhm. Nein, sie müssen sich gut fühlen dabei. Die Taten sollen eine Welle erzeugen, so dass sich andere mit Freude anschliessen und wie selbstverständlich mitmachen. Es darf nicht mühselig und anstrengend sein, es soll Energie erzeugen. Kein junger Mensch hat Lust, sich die Zöpfe alter Leute anzuhören oder gar auszuführen. Es wird nur die Information des Ziels benötigt, der Weg wird auf modere Art selbst gefunden. Sich mit Haut und Haar für ewig festbinden lassen ist verständlicherweise nicht erwünscht. In jungen Jahren ist noch offen, wohin die Reise gehen wird. Vielleicht ist deshalb die institutionelle Freiwilligenarbeit in den letzten Jahren gesunken, die informelle Freiwilligenarbeit jedoch gestiegen; weil sie spontaner und flexibler ist und auch keine Mitgliedschaft benötigt. Die Zahlen zeigen auf jeden Fall, dass es nicht wirklich schlecht um die Freiwilligenarbeit steht. Die Jungen engagieren sich eher in Sportvereinen, erstellen auf YouTube Anleitungen gratis für Jedermann und vieles mehr. Je älter die Menschen werden, wandelt sich die Art des Engagements in Richtung Institutioneller Freiwilligenarbeit, was bei den Pensionierten immerhin ca. 40 stolze Prozente ausmacht.
Dem folgenden Referat über Individualisierung, Anonymisierung und Egoismus in unserer Gesellschaft wurde sehr aufmerksam gefolgt. Von Sokrates, der durch Fragen versuchte den Menschen zur eigenen Einsicht zu verhelfen, bis Immanuel Kant, der sich für die unantastbare Würde des Menschen einsetzte, wurden viele Beispiele der Geschichte erwähnt, die bis heute noch sehr bedeutungsvoll sind. Wir lernten Begriffe wie Megatrend und Hyperindividualismus, kennen und vergassen vermutlich das meiste in der gleichen Minute wieder.
Was aber bleibt, ist die Erkenntnis, wie jüngere Menschen funktionieren und dass sie es nicht leicht haben. Die Ansprüche sind sehr hoch, die Möglichkeiten immens, die Gefahr zu versagen gross. Die grenzenlose Freiheit kann sehr anstrengend sein, was unter anderem auch zu psychologischer Überforderung führt. Haben wir also Geduld, sind grosszügig, gehen achtsam auf unsere jüngere Generation ein, nehmen sie ernst und legen sie nicht gleich in Ketten. Jeder gemeinnützige Verein hat auch kleine Arbeiten und Aufgaben zu vergeben. Vielleicht keimt daraus eine ansteckende Begeisterung und eine Tätigkeit, welche man einfach gerne macht und einem ein gutes Gefühl gibt.

Herzlichen Dank, Frau Prof. Dr. Aus der Au. Sie haben uns einige neue Blickfenster eröffnet und interessante Denkanstösse gegeben.
Andrea Ueltschi

Flipchart Blätter

Präsentation Frau Christina Aus der Au

Mentimeter Frau Christina Aus der Au

Bildergalerie ERFA-Treffen 2026

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Jahresversammlung 2025

Jahresversammlung
am Donnerstag, 20. November 2025
in der Unterseehalle in Berlingen


Der Thurgauische Gemeinnützige Frauenverein lud zur 87. Jahresversammlung am 20. November in die Unterseehalle in Berlingen ein. Die beiden Gastgeberinnen, die Frauenvereine Berlingen und Steckborn, verwöhnten die Mitglieder und Gäste mit feinen kulinarischen Spezialitäten. Der Gemeindepräsident, Ueli Oswald, betonte die Wichtigkeit der Frauenvereine mit ihrem grossen Dienst an der Allgemeinheit. Für eine musikalische Unterhaltung sorgte der Popchor Untersee. Die Begeisterung war gross, so dass der Popchor eine Zugabe leistete.
Bernadette Glesti, Präsidentin des TGF, führte zügig durch die Traktanden. Sie dankte der zurücktretenden Christine Bischof, Vorstandsmitglied seit 2021, für ihr Engagement für den Verein herzlich. Mit Applaus liessen sich die beiden Gastgeberinnnen, Andrea Ueltschi, Präsidentin Frauenverein Berlingen, und Co-Präsidentin Susanne Bertschi, Frauenverein Steckborn, in den Vorstand wählen. Als neue Jahresaufgabe wurde die Gassenküche Frauenfeld, ein Restaurant für Menschen am Existenzminium, einstimmig gewählt. Die Rechnung des Vereins schliesst mit einem Verlust von CHF 1’085.61, die des Fonds «Mutter und Kind» mit einem Verlust von CHF 6’118.20 ab. Mit dem Fonds «Mutter und Kind» leistet der TGF soziale Finanzhilfe. Doris Gremminger, zuständig für den Fonds, betont, dass nur Gesuche bewilligt werden, wo Menschen durch die Maschen des sozialen Systems fallen. Auch die Winterhilfe, vertreten durch Ursula Duewell, Stiftungsratsmitglied, verzeichnet viele Anfragen. Werner Wenger vom Dachverband Gemeinnütziger Frauen, SGF, ermuntert die Anwesenden dem SGF beizutreten und die Angebote des SGF zu nutzen. Bernadette Glesti dankt allen Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement für ihren Verein und das Gemeinwohl.

Bildergalerie Jahresversammlung 2025

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