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Sommeranlass 2025

Sommeranlass
vom Mittwoch, 27. August 2025
Besichtigung der Gassenküche in Frauenfeld
mit Checkübergabe an die Stiftung Egnach

Dieses Jahr berücksichtigte der TGF eine soziale Institution im Oberthurgau. Alle Sektionen des Kantons Thurgau spendeten von ihren Einnahmen durch soziale Tätigkeiten an einen Bauwagen für die Bewohner:innen der Stiftung Egnach. Sie werden ihn selbst gestalten, damit er ihren Bedürfnissen entspricht. Der Wagen soll ein Rückzugsort, aber auch ein Begegnungstreff werden. Dafür kam ein stolzer Betrag von CHF 23’900 zusammen.
Am Mittwoch, 27. August trafen sich 50 Frauen aus 15 gemeinnützigen Sektionen, um eine wichtige soziale Institution, die Gassenküche kennenzulernen. Sandra Kern, Gründerin der Gassenküche, begrüsste die Anwesenden und zeigte in ihrer Präsentation die Wichtigkeit der Gassenküche auf. Jeden Mittag treffen sich 45-60 Bedürftige, liebevoll von ihr als VIP genannt, um ein 4-Gang Menu mit Suppe, Salat, Fleisch, Gemüse und Dessert einzunehmen. Sandra Kern erhält oft abgelaufene Nahrungsmittel und von den Bäckereien eingefrorene Süssigkeiten. Die Leiterin ist froh, dass Vereine auch an sie und ihre Gäste denken. Die Idee für die Gassenküche kam Sandra Kern, als sie vor gut 15 Jahren ihre Diplomarbeit schrieb und über Mittag oft Alleinstehende beim Rauchen traf. Im Dezember 2024 zählt Frauenfeld ca. 628 Fürsorgeempfänger. Die Gassenküche ist ein erwiesenes Bedürfnis. Die Gäste sind infolge Arbeitslosigkeit, Scheidung, Sucht oder Krankheit von der Fürsorge abhängig. Bei Sandra in der Gassenküche müssen sie keinen Ausweis zeigen, aber eine Notsituation haben. Sie fühlen sich als VIP Gäste wohl, erfahren Gemeinschaft und können jeweils mittwochs ihrer Einsamkeit zu Hause entfliehen.
Anschliessend an die Checkübergabe gab es für die anwesenden Frauen einen feinen Apéro mit leckeren Süssigkeiten. Bei guten Gesprächen, wie wichtig die Unterstützung solcher und ähnlicher Institutionen sind, liessen sie den Abend ausklingen.
Not ist überall gegenwärtig und deshalb sind gemeinnützige Vereine wichtig in unserer heutigen Zeit. Wir würden uns über jüngere Frauen und Männer freuen, die den Weg als Mitglied in eine unseren Sektionen finden.

Cécile Bügler, Romanshorn

Bildergalerie Sommertagung 2025

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ERFA-Treffen 2026

Thema: „Frisch – motiviert – gemeinnützig“
vom Dienstag, 21. April 2026
Evang. Kirchgemeindehaus in Weinfelden

Am 21. April 2026 lud der TGF zum ERFA-Treffen ins Evangelische Kirchgemeindehaus nach Weinfelden zum Thema „Frisch – motiviert – gemeinnützig“. Genau 51 Personen folgten der Einladung und wollten näheres darüber wissen, wie man Nachwuchs für die gemeinnützigen Vereine finden kann.

Zur Begrüssung gab es etwas Verpflegung mit Getränken, Kaffee und Süssem wie Würzigem. Natürlich entwickelten sich in der Aufwärmzeit auch gleich viele Gespräche, teils schon themengebunden, was wird das Treffen bringen, haben Gemeinnützige Vereine überhaupt noch Bestand in unserer Gesellschaft, oder gehen wir gemeinsam unter.

Um 18.00 Uhr begrüsste die Präsidentin des TGF Bernadette Glesti die Anwesenden und stellte die Referentin Frau Prof. Dr. Christina Aus der Au, Präsidentin des Evangelischen Kirchenrates des Kantons Thurgau, vor. Diese sprach zuerst allgemein darüber, dass die Zukunft Begeisterung benötige, um die junge Generation für „unsere Sache“ zu gewinnen. Dies tat sie mit viel Herzblut und positiver Energie, lobte die jungen Menschen für ihr Engagement, wenn dieses auch anders aussieht, als sich das ältere Mitbürger vorstellen. Junge Menschen sind energiegeladen und stehen für ihre Überzeugungen ein. Nur muss man sie eben zuerst überzeugen. Bei Ihnen die Lust am Wirken wecken, damit sie mehr davon haben möchten. Der Einsatz muss etwas hergeben; nicht Geld und Ruhm. Nein, sie müssen sich gut fühlen dabei. Die Taten sollen eine Welle erzeugen, so dass sich andere mit Freude anschliessen und wie selbstverständlich mitmachen. Es darf nicht mühselig und anstrengend sein, es soll Energie erzeugen. Kein junger Mensch hat Lust, sich die Zöpfe alter Leute anzuhören oder gar auszuführen. Es wird nur die Information des Ziels benötigt, der Weg wird auf modere Art selbst gefunden. Sich mit Haut und Haar für ewig festbinden lassen ist verständlicherweise nicht erwünscht. In jungen Jahren ist noch offen, wohin die Reise gehen wird. Vielleicht ist deshalb die institutionelle Freiwilligenarbeit in den letzten Jahren gesunken, die informelle Freiwilligenarbeit jedoch gestiegen; weil sie spontaner und flexibler ist und auch keine Mitgliedschaft benötigt. Die Zahlen zeigen auf jeden Fall, dass es nicht wirklich schlecht um die Freiwilligenarbeit steht. Die Jungen engagieren sich eher in Sportvereinen, erstellen auf YouTube Anleitungen gratis für Jedermann und vieles mehr. Je älter die Menschen werden, wandelt sich die Art des Engagements in Richtung Institutioneller Freiwilligenarbeit, was bei den Pensionierten immerhin ca. 40 stolze Prozente ausmacht.

Dem folgenden Referat über Individualisierung, Anonymisierung und Egoismus in unserer Gesellschaft wurde sehr aufmerksam gefolgt. Von Sokrates, der durch Fragen versuchte den Menschen zur eigenen Einsicht zu verhelfen, bis Immanuel Kant, der sich für die unantastbare Würde des Menschen einsetzte, wurden viele Beispiele der Geschichte erwähnt, die bis heute noch sehr bedeutungsvoll sind. Wir lernten Begriffe wie Megatrend und Hyperindividualismus, kennen und vergassen vermutlich das meiste in der gleichen Minute wieder.

Was aber bleibt, ist die Erkenntnis, wie jüngere Menschen funktionieren und dass sie es nicht leicht haben. Die Ansprüche sind sehr hoch, die Möglichkeiten immens, die Gefahr zu versagen gross. Die grenzenlose Freiheit kann sehr anstrengend sein, was unter anderem auch zu psychologischer Überforderung führt. Haben wir also Geduld, sind grosszügig, gehen achtsam auf unsere jüngere Generation ein, nehmen sie ernst und legen sie nicht gleich in Ketten. Jeder gemeinnützige Verein hat auch kleine Arbeiten und Aufgaben zu vergeben. Vielleicht keimt daraus eine ansteckende Begeisterung und eine Tätigkeit, welche man einfach gerne macht und einem ein gutes Gefühl gibt.

Andrea Ueltschi

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Jahresversammlung 2025

Jahresversammlung
am Donnerstag, 20. November 2025
in der Unterseehalle in Berlingen


Der Thurgauische Gemeinnützige Frauenverein lud zur 87. Jahresversammlung am 20. November in die Unterseehalle in Berlingen ein. Die beiden Gastgeberinnen, die Frauenvereine Berlingen und Steckborn, verwöhnten die Mitglieder und Gäste mit feinen kulinarischen Spezialitäten. Der Gemeindepräsident, Ueli Oswald, betonte die Wichtigkeit der Frauenvereine mit ihrem grossen Dienst an der Allgemeinheit. Für eine musikalische Unterhaltung sorgte der Popchor Untersee. Die Begeisterung war gross, so dass der Popchor eine Zugabe leistete.
Bernadette Glesti, Präsidentin des TGF, führte zügig durch die Traktanden. Sie dankte der zurücktretenden Christine Bischof, Vorstandsmitglied seit 2021, für ihr Engagement für den Verein herzlich. Mit Applaus liessen sich die beiden Gastgeberinnnen, Andrea Ueltschi, Präsidentin Frauenverein Berlingen, und Co-Präsidentin Susanne Bertschi, Frauenverein Steckborn, in den Vorstand wählen. Als neue Jahresaufgabe wurde die Gassenküche Frauenfeld, ein Restaurant für Menschen am Existenzminium, einstimmig gewählt. Die Rechnung des Vereins schliesst mit einem Verlust von CHF 1’085.61, die des Fonds «Mutter und Kind» mit einem Verlust von CHF 6’118.20 ab. Mit dem Fonds «Mutter und Kind» leistet der TGF soziale Finanzhilfe. Doris Gremminger, zuständig für den Fonds, betont, dass nur Gesuche bewilligt werden, wo Menschen durch die Maschen des sozialen Systems fallen. Auch die Winterhilfe, vertreten durch Ursula Duewell, Stiftungsratsmitglied, verzeichnet viele Anfragen. Werner Wenger vom Dachverband Gemeinnütziger Frauen, SGF, ermuntert die Anwesenden dem SGF beizutreten und die Angebote des SGF zu nutzen. Bernadette Glesti dankt allen Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement für ihren Verein und das Gemeinwohl.

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